Hegegemeinschaft Spreewald

Hegegemeinschaft

Hegerichtlinie Rotwild HG Spreewald

Nachtjagd

Die Nachtjagd auf weibliches Rotwild ist vom 16.04.2025 bis zum 31.01.2026 innerhalb der gesetzlichen Jagdzeiten erlaubt.

Wildökologische Lebensraumbewertung

  • Ziel: Berechnung der tragbaren Populationsgrößen wiederkäuenden Schalenwildes je 100 ha.
    Bezugsfläche = Wald + Schilf + 200 m angrenzendes Offenland. Eine Schalenwildeinheit = ca. 100 kg Körpergewicht = 1 Stk. Rotwild oder 4 Stk. Rehwild. Kriterien: Äsungskapazitäten, Deckung, Störung und Lebensraumzerschneidung.
  • Bezugsfläche HG Spreewald: 5237 ha = 183 Stk. Rotwild Zielbestand.
    5,25 Schalenwildeinheiten / 100 ha Bezugsfläche = 3,5 Stk. Rotwild + 7 Stk. Rehwild = 5,25 SWE

Grundlagen der Rotwildbewirtschaftung

Die Hegegemeinschaft Spreewald legt im Einvernehmen mit der UJB Abschuss fest:

  • Zielbestand: Hegegemeinschaft (HG) schlägt vor, UJB bestätigt
  • Zuwachs: 75 % des am 01.04. vorhandenen weibl. Wildes
  • Abschuss: Geschlechterverhältnis (m/w): 30:70

Altersklassen und Streckenanteile

Altersklassemännlichweiblich
045 %45 %
125 %15 %
2(2 bis 4 Jahre) 15 %(ab 2 Jahre) 40 %
3(5 bis 9 Jahre) 5 %
4(ab 10 Jahre) 10 %

Die Hegegemeinschaft Spreewald legt im Einvernehmen mit der UJB Abschuss fest, dass:

  • die HG die AK 1 + 2 (männl.) sowie die AK 3 + 4 (männl.) zusammenfassen kann.
  • die männl. und weibl. Kälber getauscht werden können.
  • AK 0 und AK 1 beim Reduktionsabschuss von Mitgliedern der HG, über den Plan hinaus, erlegt werden können (dieses muss von der UJB genehmigt werden).

Dokumentation der männl. und weibl. Stücke in den AK bleibt getrennt.

Gemeinsame Abschusspläne

Zur Aufstellung des gemeinsamen Abschussplanes müssen alle beteiligten Reviere eine korrekte Wildzählung durchführen und einen gemeinsamen Plan festschreiben. Hat die UJB diesen bestätigt, ist er rechtsverbindlich. Jede Pachtgemeinschaft kann selbst regeln, ob und wie der Abschuss auf die einzelnen Reviere verteilt wird. Je restriktiver diese Verteilung ist, desto weniger effizient wirkt sich der Gruppenplan aus. Durch festgelegte Maßnahmen ändert sich die Verteilung des Wildes in den Revieren nicht. Wild sollte dort erlegt werden wo es steht.

Zeitliche und räumliche Sperren können helfen, die Abschussverteilung in den beteiligten Revieren auszugleichen, der Gruppenabschuss kann für nur ein Geschlecht bzw. AK oder für eine bestimmte Zeit freigegeben werden. Das regelt die HG mit den Revieren, die am Gruppenabschuss beteiligt sind.

Für die HG Spreewald gilt zum Gruppenabschuss Rotwild die Anlage zur Satzung:

Regelung der Erlegung von männlichen und weiblichen Rotwild 2015

Erlegungskriterien für männl. Rotwild gemäß Wildbewirtschaftungsrichtlinie vom 24.09.2001

AltersklasseKriterium
0Zahl vor Wahlabschuss, Anteil laut HGR vom Gesamtabschuss nicht unterschreiten, Prinzip schwächstes Stück zuerst strecken.
1Schmalspießer, die in ihrer Entwicklung den örtlichen Durchschnitt in ihrer AK nicht erreichen (unter 30 cm Stangenlänge, ca. 1½ × Lauscherlänge).
2
(2–4 Jahre)
Alle Spießer, Augsprossengabler, Sechser, ungerade Achter, Achter, Eissprossenzehner sowie Hirsche mit einseitiger Krone.
3
(5–9 Jahre)
Wie AK 2 und Hirsche mit fehlender Aug- oder Mittelsprosse sowie Hirsche, die das durchschnittliche Geweihgewicht ihrer AK nicht erreichen.
4
(über 10 Jahre)
Alle Hirsche, die das Alter über 10 Jahre erreicht haben.